Kölner Regionalforum für alternatives Wirtschaften

 

Zukunftsfähige Modelle für Leben, Arbeit, Wirtschaften

Die Klimaerwärmung ist nur dann auf ein Limit von unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, wenn eine umfassende Änderung unseres Lebensstils vollzogen wird. Wirtschaft sieht sich dabei oft lediglich in der Rolle, durch technologische Innovationen das Leben der Menschen zu prägen. Allerdings ist auch der andere Pfad wichtig: bestehende innovative Lebensstile, die konkrete Erfahrungen im Bereich nachhaltiges wirtschaften vorweisen können, zu entdecken und für die Wirtschaft fruchtbar zu machen. Aus diesem Grund initiiert e5 gemeinsam mit der Bildungswerkstatt Denk!BAR eine Netzwerktreffen, das lokale Ansätze und Initiativen in einer westlichen Metropole zusammenbringen und Kooperationen anregen will: „Kölner Regionalforum für alternatives Wirtschaften – Zukunftsfähige Modelle für Leben, Arbeit, Wirtschaften“.

Das Kölner Regionalforum für alternatives Wirtschaften versammelt unterschiedliche Initiativen und Organisationen, die alternatives Wirtschaften real praktizieren. Was der Begriff „alternatives Wirtschaften“ bedeutet, wird bewusst offen gelassen, das Spektrum der eingeladenen Projekte reicht von Arbeit, Leben, Ressourcen teilen, Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen bis zu Produktion und Geschäfte machen. Es geht jedoch um zukunftsfähige Modelle für Leben, Arbeit und Wirtschaft, die sich an den Prinzipien der Nachhaltigkeit und sozialer und kultureller Integrität orientieren.

Ziel des Treffens ist es zu prüfen, wo Möglichkeiten zur Kooperation bestehen, um viel versprechende Ansätze weiterzuentwickeln oder bestehende Projekte auszubauen. Vielleicht können Initiativen, Gemeinschaften, aber auch Unternehmer durch neue Ideen bereichert, womöglich auch unterstützende Infrastruktur und dauerhafte Ressourcen geschaffen und bereitgestellt werden.

Das Treffen möchte Initiativen aus dem Kölner Raum miteinander vernetzen, die konkrete Modelle und Ansätze für alternative Wirtschaftsformen entwickelt haben oder entwickeln möchten. Angesprochen sind die Praktiker und Praktikerinnen, die sich um die Realisierung solcher Projekte für Arbeit, Leben und Wirtschaft auf regionaler Ebene bemühen. Beispiele sind: Erzeuger- und Verbrauchergemeinschaften, selbstverwaltete Betriebe, Kooperativen, Regiogeld, gemeinschaftliche Ökonomie, Solidargemeinschaften für Kindheit, Alter, Krankheit und Erwerbslosigkeit, Cohousing, regionale Stoff- und Energiekreisläufe, Schenkökonomie, Tauschringe, Social Entrepreneurship und Öko-Unternehmertum usw.

Initiatoren:

Julio Lambing – European Business Council for Sustainable Energy (e5)
Der Wirtschaftsverband e5 wurde 1996 als Interessenvertretung jener Branchen und Unternehmen gegründet, die sich für eine nachhaltige Energieversorgung und ambitionierte Klimaschutzpolitik stark machen. e5 beschäftigt sich derzeit u.a. mit der Frage, was die Wirtschaft von nachhaltigen und innovativen lokalen Milieus lernen kann, um klimaschonende Lebensstile zu verbreiten und die notwendige technologischen Revolution zu fördern. Julio Lambing ist Geschäftsführer von e5.
www.e5.org

Josef Hülkenberg, denk!BAR®mobil
Josef Hülkenberg ist freiberuflicher Diplomsozialpädagoge, Berater des Diözesanrates Köln und Mitbegründer der bundesweiten Initiative „Regionaler Aufbrauch“. Die denk!BAR®mobil ist eine Heimstatt für kreative Denker, die auf lokaler Ebene Gemeinden, Initiativen, Institutionen und Verbänden eine Werkstatt für Bürgerbeteiligung und Gesellschaft-Design zur Verfügung stellt.
www.huelkenberg.de

Ablauf

Samstag, 29. August 2009
16 – 19 Uhr: Begrüßung, Vorstellungsrunde;
Sechs Initiativen erhalten die Gelegenheit ihren Ansatz in einer 15minütigen Präsentation vorzustellen.

Sonntag, 30. August 2009

10:00 – 11:00 Uhr Gemeinsames Plenum;
11:00 – 13:00 Uhr Open Space Arbeitsgruppen;
13:00 – 14:30 Uhr Mittagsessen,
14:45 – 16:45 Uhr Open Space Arbeitsgruppen;
17:00 – 18:00 Uhr Abschlussplenum

Am Sonntag wird der Workshop nach der Open Space Methode moderiert – es gibt also ein paar Regeln, aber so gut wie keine Vorgaben, die TeilnehmerInnen entscheiden selbst, welche Arbeitsgruppen angeboten werden und wer woran teilnimmt.